Coronavirus bedroht auch Ugandas Tierwelt: Vor allem die Menschenaffen in Ugandas Nationalparks sind gefährdet.

COVID-19 hat möglicherweise auch fatale Folgen für die Tierwelt. Vor allem Menschenaffen, also Gorillas, Schimpansen, Bonobos und Orang-Utans, könnten ebenfalls am neuartigen Coronavirus sterben. Forscher weltweit warnen bereits vor dem Sterben ganzer Populationen in Afrika und Asien. Das betrifft auch die zahlreichen Nationalparks in Uganda, die bekannt für ihre Artenvielfalt und natürlich auch für Menschenaffen sind.

Daher umfasst der momentane Lockdown in Uganda nicht nur das gesamte öffentliche Leben sowie nahezu alle Wirtschaftsbereiche des Landes, sondern auch die Nationalparks. Aber glücklicherweise hatte Uganda die Menschenaffen in den Nationalparks, vor allem im Westen des Landes nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, durch verschiedene Restriktionen besonders geschützt. So gelten beispielsweise für die Touren zu den Gorillas besondere Regeln: Geführte Touren werden nur in kleinen Gruppen angeboten und wenn man dann nach mehreren Stunden im Dschungel auf eine Gruppe Gorillas trifft, dann beginnt die Uhr zu ticken. Denn dann gilt, dass man nur wenig Zeit hat die Gorillas zu beobachten und zu fotografieren. Dann gilt es außerdem einen Mindestabstand von 7 Metern einzuhalten. Und wer eine Gorilla Tour gebucht hat und mit einer Erkältung oder einer anderen Krankheit die Tour antreten will, der darf nicht an der Tour in den Dschungel teilnehmen. Schließlich gleicht die DNA von Menschenaffen zu 98 Prozent der DNA von Menschen und die Menschenaffen können ebenfalls an Erkältung, Grippe und anderen uns Menschen sehr vertrauten Alltagskrankheiten befallen werden. Dies wurde bereits in verschiedenen Studien bewiesen.

Darüber hinaus gehen Forscher davon aus, dass in der Vergangenheit bereits Tausende Gorillas und Schimpansen dem Ebolavirus zum Opfer gefallen sind.